Projekt: Corpus Delicti – im Wahn der Selbstoptimierung


Gymnasium an der Hamburger Straße, Bremen Östliche Vorstadt
Fördersumme: 1.500 Euro

Inspiriert von einem Roman der Autorin Julie Zeh entwickeln die 33 Schüler aus dem Grundkurs Darstellendes Spiel eine gesellschaftliche Antiutopie, die die Gesundheit ihrer Bürger zur höchsten Pflicht erklärt und diese kontrolliert. Aufgegriffen wird dabei die Selbstüberwachung und Datensammlung, die Menschen heute mit Smartwatches und anderen digitalen Geräten betreiben, um sich und ihre Gesundheit selbst zu optimieren. Julie Zeh beschreibt eindringlich, wie diese Daten auch durch ein totalitäres Regime missbraucht werden können. Leistungsdruck, Optimierungszwang und öffentliche Kontrolle steigern sich so ins Unermessliche, ins jedenfalls individuell kaum noch Steuerbare. Indem das Stück öffentlich aufgeführt wird, hinterfragt das als „Digitale Schule“ zertifizierte Gymnasium den oft unreflektierten Medienkonsum aller Schüler. Die swb-Bildungsinitiative finanziert das Bühnenbild, die Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation des Stückes.

2018
Tanz / Theater, Politische Bildung
Springendes Mädchen